Wohnen am Stadtpark

Neubau eines Wohnhauses mit 13 Wohneinheiten

Der Jahnring gehört zu Hamburgs Ring 2 und stellt den nördlichen Abschluss des Hamburger Stadtparks dar. Die so nur einseitige Bebauung der 6-spurigen Verkehrsader ist geprägt von Nachkriegszeilenbauten, die über mehrere Grundstücke hinweg parallel zur Straße eine klare Richtung erzeugen. Lediglich durch den Versprung zur Straße wird diese klare Raumkante unterbrochen. Das Zeilenende einer dieser prägenden Häuserzeilen auf dem vergleichsweise schmalen Grundstück zu gestalten war einer der Schwerpunkte der Aufgabenstellung.

Kubatur

In Fahrtrichtung durch den zurückversetzten Nachbarn prominent wahrnehmbar kommt der Giebelfront der Bebauung eine besondere Bedeutung zu. Die vor Ort übliche Satteldachbebauung wird diesem Anspruch nur unzureichend gerecht. Die geringe Breite des schmalen und gleichzeitig großen Grundstücks und der Zeilenversprung des Nachbarn wird durch einen nach hinten langestreckten Baukörper kompensiert. So wird das Baublockinnere zur Verkehrsader abgeschirmt und beruhigt. Gleichzeitig wird das Zeilenende gefasst und akzentuiert. Durch ein Abrunden der Ecke wird zwischen der Straßenfassade und der Giebelseite vermittelt und es entsteht ein einheitlicher, massiver Baukörper. Durch die Staffel wird das Gebäude als Hochpunkt und Abschluss der Zeile betont.

Fassade

Das Gebiet ist durch eine Vielzahl von Klinkerfassaden unterschiedlicher Farben geprägt. Dominierend und bei den angrenzenden Zeilenabschnitten ebenfalls verbaut sind gelbe Klinkerfassaden. Mit dem gleichen Farbspektrum schmiegt sich der Neubau an die grenzständige Bestandsbauung. Gleichzeitig wirkt das Erscheinungsbild durch die Farbmelange im Klinkerbild frisch und modern. Das Element der horizontalen Balkonbänder der Nachbarbebauung wird aufgenommen. So fügt sich der Baukörper weiter in die Nachbarschaft ein. Außerdem werden die Balkone um die runde „Ecke“ herumgeführt und vermitteln so weiter zwischen der Straßenfassade und der Giebelseite.

Die Fenster treten in einem dunklen, warmen Grauton zurück. Das Grau der Fugen nimmt diese Farbigkeit auf, so dass der Klinker fein herausgearbeitet wird. Das ausgewogene Spiel von Fenster- und Wandflächen gibt dem Baukörper eine monolithische Erscheinung. Gleichzeitig wird durch die hochgedämmten Wandflächen und die anteilig geringen Fensterflächen ein optimaler Wärmeschutz erzeugt.

Grundrissgestaltung

Die ersten drei Etagen sind als Dreibund organisiert. Die 2- und 3-Zimmerwohnungen variieren in ihrem Layout. Lediglich der Badkern ist als Modul in allen Wohnungen gleich. Während die Apartments im barrierefreien Erdgeschoss offene Terrassen mit Gartenanschluss erhalten, sorgen großzügige Balkone in den Obergeschossen für ausreichend privaten Außenraum. Für die beiden zum Jahnring organisierten Einheiten dienen die tiefen, monolithischen Balkone als Schallschutzpuffer und gleichzeitig als Sonnenschutz vor der Südsonne. Die rückwärtigen Balkone sind gen Westen ins ruhige Blockinnere orientiert. In der Staffel sind zwei Wohnungen untergebracht von denen mit dem umlaufenden Gebäuderücksprung eine freie Aussicht in die Baumkronen des Stadtparks möglich ist.

Projekt:

Wohnungsbau, Neubau eines Wohngebäudes mit 13 Wohnungen als markantes Ende einer Häuserzeile mit Stadtparkblick in Hamburg Winterhude

LPH

1 – 5

Auftraggeber

privat

BGF

1.230 qm

BRI

3.160 qm

WF

655 qm

Planung

1.Q/2019 -4.Q/2020

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