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Ein MEHR an Kommunikation

Bürokonzept Heidelberger Druckmaschinen AG

Nachdem die Heidelberger Druckmaschinen AG ihren Kieler Standort in der Dr.-Hell-Straße peu-à-peu durch Umstrukturierung und Standortverschiebungen verkleinert hat, wurde die ursprüngliche Liegenschaft zu groß. Entsprechend wenig zielführend wäre eine Modernisierung des ursprünglichen Gebäudekomplexes gewesen. Das in Kiel verbliebene Team der IT und der Costumer Services soll in einem neuen Objekt im Wissenschaftspark Kiel re-lokalisiert werden. Der Neubau wird von der Wissenschaftspark Kiel GmbH und der Goldbeck Nord GmbH geplant und realisiert. Für die Heidelberger Druckmaschinen AG hat nentwig.notbohm ARCHITEKTEN PartG mbB ein Bürokonzept entwickelt, das zum einen die Gegebenheiten des Neubaus ideal nutzt und gleichzeitig eine neue, auf das Team zugeschnittene Arbeitswelt und seine Arbeitsweise abbildet.

SCRUM-ROOM als Impulsgeber

In sogenannten Scrum-Rooms treffen sich die einzelnen Teams in regelmäßigen Abständen für ein Briefing zu neuen Aufgaben, die es zu lösen gilt. In regelmäßigen Abständen werden hier die Teilergebnisse und Arbeitsstände vorgestellt und diskutiert, Lösungsansätze entwickelt und konkretisiert, in Teilaufgaben gegliedert und auf die Teammitglieder verteilt. Diese temporär genutzten Arbeitsräume haben eine zentrale Funktion, um die herum sich die Teams in verschiedenen Größen zu einer Abteilung gruppieren. Der Standort setzt sich aus insgesamt sieben Abteilungen mit verschiedenen Schwerpunkten zusammen.

CORE als Testfläche

Eine Sonderrolle fällt der Testfläche zu, auf der praktisch nach Lösungen unterschiedlichster Probleme gesucht wird. Zentraler Bestandteil sind die hauseigenen Druckmaschinen, um die herum Arbeitsplätze mit den verschiedensten Konfigurationen an Hard- und Software gruppiert sind. Dieser Raum steht sinnbildlich für die Arbeit der verschiedenen Teams und ist daher zentral im Eingangsgeschoss untergebracht. Um ihn herum gruppieren sich der Empfang mit Konferenzbereich, welcher gleichzeitig für Schulungen genutzt wird, verschiedene Projekträume und die ersten Abteilungen.

DATENAUTOBAHN als Kommunikationsfläche

Auf zwei weiteren Ebenen finden sich weitere Abteilungen, die durch einen umlaufenden Flur alle miteinander verbunden sind. Dieser Flur dient nicht nur der Erschließung und als Verkehrsachse, sondern ist gleichzeitig für den Kommunikationsfluss konzipiert. Durch eingestellte und angegliederte Kuben unterschiedlicher Nutzung wird er charakterisiert und unterstützt gleichzeitig die Orientierung. Die Scrum-Rooms fügen sich mit kleinen, informellen Besprechungsinseln, Think Tanks für rückgezogenes Arbeiten, Druck-Hubs und den Teeküchen zu einem Boulevard des Austauschs und der Kommunikation. Verdichtet wird er durch eingestellte Garderobenmöbel, Lagerschränke und Besprechungstresen. Neben einer mäandernden Durchwegung gibt es die Möglichkeit eines Short-Cuts.

WABENSTRUKTUR als Bürokonzept

Von der Erschließungszone abgewandt sind Waben mit je acht Arbeitsplätzen angegliedert, die durch Wandscheiben von der Bewegung abgeschirmt werden. Durch die übertürgroßen Zugänge werden sie gleichzeitig offen und kommunikativ mit dem Flur verbunden. Der kleinere Anteil belichteter Büroflächen wird für Teamleiter-, Abteilungsleiter-, Bereichsleiter- sowie Assistenzbüros genutzt. Die Struktur wird durch Bench Lösungen stellenweise aufgebrochen, die für größere Teams mit intensiverem Austausch zur Verfügung stehen.

Projekt:

Bürokonzept, Arbeitswelt und Mieterausbau von drei Bürogeschossen

LPH:

1 – 3

Auftraggeber:

Heidelberger Druckmaschinen AG

Mietfläche:

4.500 qm

Planung:

3.Q/2019

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