JS7 barrierefreier Anbau Holzbau Holzrahmenbau Ansicht Ost Rotes Haus

JS7 / Baugenehmigung

Für einen altersgerechten, barrierefreien Anbau als Holzbau an ein Einfamilienhaus in der Sennegemeinde Hövelhof haben nentwig.notbohm Architekten Ende Oktober den Bauantrag für den Holzbau eingereicht.
Die Genehmigung des Antrages erfolgte in Rekordzeit von nur drei Wochen.
Vielen Dank an das Bauamt Kreis Paderborn!


Planung

Bei der Planung haben die Bauherren sich vorausschauend einen Anbau planen lassen, der sowohl ihren Wünschen an ein modernes und offenes Hier und Heute gerecht wird als auch die Rahmenbedingungen für ein altersgerechtes Wohnen schafft.

Dies wird durch eine ebenerdige Erschließung und ein offen gestaltetes Erdgeschoss mit großzügiger Wohnküche erreicht. Dazu ergänzen ein barrierefreies Duschbad und ein zusätzliches Zimmer, dass zur gegebenenfalls notwendigen Pflege genutzt werden kann das Raumprogramm des Erdgeschosses.

Das Obergeschoss wird über eine gradlinige Treppe erschlossen- ideal für einen eventuell notwendigen Treppenlift. Dort befinden sich ein Wannenbad und drei weitere Zimmer.
Durch den L-förmigen Grundriss, der sich um den Bestand schmiegt und die kleine Grundfläche wurden die Traufhöhen im Dachgeschoss so geplant, dass sich im Inneren genug Höhe ergibt um eine freie Möblierung zuzulassen.
So bietet der Anbau auf beiden Geschossen die Möglichkeit die Wohnverhältnisse altersgerecht und barrierefrei in kleinen Schritten an die aktuelle Lebenssituation anzupassen und Teil des Alltags werden zu lassen.


Holzbau

Das Bauvorhaben soll- wie das Bestandshaus auch- in Holzrahmenbauweise umgesetzt werden. Die Bauherren sind von dem nachhaltigen Konstruktionsprinzip und dem angenehmen Raumklima überzeugt.

Auch bautechnisch bietet der Holzbau viele Vorteile verglichen mit einem konventionellem Mauerwerksbau. Da durch die zurückgelegene Lage des Anbaus auf dem Grundstück nur begrenzte Flächen für die Baustelleneinrichtung zur Verfügung steht, kommt der hohe Vorfertigungsgrad und die Montage per Kran der Situation zu Gute. Dies führt außerdem zu einer kurzen Bauzeit. Durch die vorangestellte, kompakte und umfangreiche Planungsphase gibt es wenig Überraschungen im Bauprozess, so dass auch die Kosten im Vorhinein gut ermittelt werden können. Weitere Vorteile des Holzrahmenbaus sind die wetterunabhängige und trockene Fertigung, die ein höheres Maß an Genauigkeit zulässt.

Der nachwachsende Rohstoff dient auch als CO2-Speicher und die voll recyclebare Bauweise ermöglicht ein cradle to cradle Konzept. Dies sieht vor, dass alle Baustoffe nach Nutzung des Gebäudes wieder demontiert und rückstandsfrei voneinander getrennt werden können um sie so einer neuen Nutzung zuzuführen. Das Haus wird zum Rohstofflieferant, wodurch Ressourcen geschont werden können.